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Behindertenpolitische Aktionstage für mehr
Barrierefreiheit im Alltag

 

BewohnerInnen und Bewohner mit verschiedenen Behinderungen durchleuchten ihre eigene Gemeinde. Mit Einverständnis der Bürgermeisterin oder des Bürgermeisters werden Aktionstage organisiert, um zu dokumentieren, wo es bauliche Barrieren oder andere Schwierigkeiten für Menschen mit Behinderungen gibt. Ob Freizeiteinrichtungen, Geschäfte, Gasthäuser, Behörden, Schulen, Arztpraxen, usw., die Ergebnisse der Recherche und Verbesserungsvorschläge werden dann den örtlichen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft präsentiert.

 

Ziel der behindertenpolitischen Aktionstage ist es, behinderte Menschen zu ermuntern und zu stärken. Als Expertinnen und Experten für ein Leben mit Behinderung unterstützen sie Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft und tragen dazu bei, eine barrierefreie Lebenswelt für alle zu schaffen. Diese Bewusstseinsbildung und die Umsetzungsvorschläge tragen dazu bei, dass auch die von Österreich unterzeichnete UN-Konvention für Menschen mit Behinderung tatsächlich mit Leben erfüllt wird.

 

Die behindertenpolitischen Aktionstage laufen so ab: Mit Einverständnis der jeweiligen Bürgermeisterin bzw. des jeweiligen Bürgermeisters werden in der Gemeinde Menschen mit Behinderung für dieses in der Regel auf vier Tage verteilte Projekt angesprochen. Bei einem ersten Treff gibt es von ReferentInnen mit Behinderung, die der Verein INITIATIV beistellt, eine Einführung in die wesentlichen Elemente von Barrierefreiheit und in die Rechte von Menschen mit Behinderung. Am zweiten Aktionstag wird die Gemeinde nach Barrieren für Menschen mit Behinderung durchforstet. Die in Wort und Bild gesammelten Rechercheergebnisse werden in einem dritten Treff zusammenfasst und mit Verbesserungsvorschlägen versehen. Diese werden dann bei einer Abschlussveranstaltung den örtlichen Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft vorgestellt.

 

Erweiterung um einen Schlichtungscoach: Um die Ergebnisse zu sichern und die Lebensumgebung von Menschen mit Behinderung nachhaltig zu verbessern, wurden im Jahr 2011 die „Behindertenpolitischen Aktionstage“ um einen „Schlichtungscoach“ erweitert. Seine Aufgabe besteht darin, Menschen mit Behinderung im Schlichtungsverfahren gegen diskriminierende Ausgrenzung durch bauliche Barrieren zu begleiten und zu unter­stützen. Besonders dort, wo behinderte Menschen anlässlich der „Behindertenpoltischen Aktionstage“ Barrieren aufgezeigt und - erfolglos - Verbesserungen angeregt haben.

 

Die Behindertenpolitischen Aktionstage sind eine Veranstaltungsreihe, die im Jahr 2007 begonnen hat und bisher in insgesamt fünf steirischen Städten durchgeführt wurden: Bruck/Mur (2007/2008), Knittelfeld, Judenburg Leibnitz, Graz (2009/2010/2011), Spielberg (2013).

 

Gefördert wurde die Veranstaltungsreihe bisher von: Land Steiermark, Bundesministerium für Soziales, Stadt Graz, Steirische Vereinigung für Menschen mit Behinderung.

 

Ab dem Jahr 2016 wird die Veranstaltungsreihe von der Steirischen Vereinigung für Menschen mit Behinderung, Alberstraße 8, 8010 Graz betreut. http://www.stvmb.at

 

Kontakt: Dr. Peter Rudlof, Tel.: +43 316 32 79 36 34, E-Mail: rudlof@eu1.at